Tausende von Websites in Georgia sind nach einem Cyberangriff nicht erreichbar

Ein schwerer Cyberangriff hat nach BBC-Berichten am Montag Tausende von Websites in Georgien in den Offline-Zustand versetzt. Das georgische Staatsfernsehen wäre ebenfalls betroffen.

Rund zweitausend Standorte, darunter solche von Organisationen und privaten Unternehmen, wären aufgrund des Angriffs nicht erreichbar. Viele der Websites enthielten ein Bild von Mikheil Saakashvili, dem ehemaligen Präsidenten Georgiens, mit den Worten “Ich komme wieder”.

Saakaschwili war zwischen 2004 und 2013 Präsident des Landes. Als er anschließend die ukrainische Staatsbürgerschaft erhielt, verlor er seinen georgischen Pass. Saakaschwili war nach einer politischen Fehde mit Petro Poroschenko, dem damaligen Präsidenten der Ukraine, staatenlos. Saakashvili lebt jetzt in den Niederlanden. Er erhielt eine Aufenthaltserlaubnis, weil er eine niederländische Frau hat.

Die BBC schreibt, dass Websites der Gerichte ebenfalls von dem Angriff betroffen waren und dass böswillige Parteien auf persönliche Informationen abzielten. Es ist nicht bekannt, wie viele Websites noch offline sind und ob der Angriff tatsächlich Informationen erfasst hat.

Der Angriff hatte zur Folge, dass zwei große Kanäle des Landes, Maestro und Imedi TV, vorübergehend keine Bilder senden konnten. Nicht alle Systeme wären wieder erreichbar. Es ist unklar, woher der Angriff kommt. Aufgrund seiner Größe wird spekuliert, dass es sich um einen Angriff mit staatlicher Beihilfe handelt.

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